
Vom Baumstamm zur fertigen Maske
Hier erfahren Sie, wie aus einem Holzbloch eine fertige, tragbare Maske entsteht.
Alles beginnt im Wald
Ich beziehe mein Holz hauptsächlich von einem Salzburger Händler. Zum Maskenschnitzen benutzte ich vorwiegend Lindenholz, manchmal auch Weymouthkiefer und seltener Zirbe. Aufgrund deren Eigenschaften sind diese drei Holzarten die gängigsten Maskenhölzer. Die Zirbe ist am aufgrund ihres Duftes und ihrer Weichheit am begehrtesten, sie ist jedoch sehr teuer und schwer zu bekommen. Weymouthkiefer ist das wohl am häufigsten genutzte Maskenholz, da es leicht und günstig zu beschaffen ist. Es hat ähnliche Eigenschaften wie die Zirbe, nur der aromatische Duft bleibt aus. Die Linde, ist auch sehr gut zu bearbeiten, jedoch ein wenig dichter und stabiler als die Nadelhölzer, was sie für mich optimal macht.
Ich bekomme mein Holz entweder in vorgefertigten Stammvierteln oder in kleineren ganzen Stämmen, wo ich das Holz selbst vierteln muss.
Diese Stammvierteln sind also die Ausgangslage, um daraus eine Holzmaske zu fertigen. In Folge wird der Kopf grob abgezeichnet und mit der Motorsäge zugeschnitten.
Daraufhin wird die Maske mit eher groben Schnitzmessern "vorgeformt". Einzelne Details werden erstmal nur angedeutet und nicht ausgearbeitet.
Mund, Nase und Augenpartie werden, herausgearbeitet, bevor es an die feinen Details, wie Falten oder Narben geht.
Ist die Maske fertig geschnitzt, wird die mit der Motorsäge innen ausgehöhlt, um sie tragbar zu machen.
Nachdem die Maske geschliffen wurde, werden die Hörner befestigt. Sie werden von innen aus angeschraubt.
Anschließend wird der Kopf grundiert und gefasst. Nach der Bemalung wird die Oberfläche noch mit Öl oder Klarlack versiegelt. Nachdem die Glasaugen eingeklebt wurden, wird die Maske für maximalen Tragekomfort ausgepolstert. Gefinisht wird die Maske mit einem Kopffell.
Für diese Maske ging es nach Bulgarien, wo ich sie sogar live erleben durfte.